Die Praktissima-Ausschreibung ist veröffentlicht! Ihr findet sie auf unserer Homepage. Bitte schaut euch die aktuellen Teilnahmebedingungen an. In den kommenden Wochen teilen wir zusätzliche Informationen auch auf unseren Social-Media-Kanälen.
Mit der Praktissima machen wir sichtbar, was Mütterzentren jeden Tag leisten: Gemeinschaft stärken und Teilhabe ermöglichen. Gerade weil sich Lebensmodelle verändern und der Alltag für viele individueller und auch einsamer wird, sind Mütterzentren als soziale Infrastruktur unverzichtbar.
Die Vergabe der Praktissima wird seit 26 Jahren durch die Stiftung Apfelbaum ermöglicht, die uns das Preisgeld zur Verfügung stellt. Es erwarten euch 5.000, 3.000 und 2.000 € für die ersten drei Plätze.
Bewerbt euch bis zum 30. Juni und zeigt uns, wie ihr in eurem Haus Gemeinschaft stärkt. Welche Herausforderungen beschäftigen euer Mütterzentrum und wie reagiert ihr darauf? Wie sorgt ihr dafür, dass Menschen bei euch nicht nur ankommen, sondern auch mitgestalten können?
Hier geht es zur Ausschreibung.
Am Samstag, den 9. Mai 2026 findet in Berlin zum zweiten Mal die Demonstration „100.000 Mütter vor dem Brandenburger Tor“ statt. Im letzten Jahr waren wir als Teilnehmende dabei. In diesem Jahr sind wir als Bundesverband Mitveranstaltende.
Warum wir auf die Straße gehen: Mütter und andere Sorgeverantwortliche tragen jeden Tag Verantwortung für die Gesellschaft. Sie halten den Alltag am Laufen, mit Kinderbetreuung, Pflege, Organisation und emotionaler Arbeit. Trotzdem fehlen bis heute faire Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem, in der Verteilung von Sorgearbeit und in der sozialen Absicherung. Das ist keine Privatfrage, das ist eine Frage von Gleichstellung und Zukunftsfähigkeit.
Mütterzentren und daraus entstandene offene Häuser zeigen längst, wie es anders geht. In euren Zentren wird Sorgearbeit sichtbar. Gemeinschaft entsteht. Teilhabe wird möglich, auch mit Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen. Genau diese Haltung soll in Berlin sichtbar werden.
Wir wünschen uns, dass möglichst viele Mütterzentren und offene Häuser vor Ort dabei sind. Kommt mit euren Teams, euren Ehrenamtlichen und allen, die sich verbunden fühlen. Wenn ihr Unterstützung bei Mobilisierung oder Anreiseplanung braucht, meldet euch bei uns.
Die genauen Informationen zu Ablauf und Zeiten teilen wir zeitnah.
Gemeinsam mit dem Mütterforum Baden-Württemberg haben wir Alleinstellungsmerkmale herausgearbeitet. Damit machen wir unsere Werte und Leitlinien nach außen sichtbar.
Mütterzentren sind aus der Frauen- und Mütterbewegung entstanden. Viele Zentren nennen sich heute Familienzentren, Eltern-Kind-Zentren, Mehrgenerationenhäuser oder Nachbarschaftstreffs. Entscheidend ist nicht der Name, sondern wie ein Zentrum arbeitet und wofür es steht.
Im Papier heben wir unsere Willkommenskultur, das Gastgeber:innen-Prinzip und die Selbstorganisation hervor. Alle Menschen können ankommen, sich einbringen und mit ihren Stärken mitgestalten.
Ein weiterer Kernpunkt ist, dass Kinder selbstverständlich dabei sind. Teilhabe wird möglich, weil Familienalltag nicht ausgeklammert wird, sondern mitgedacht und willkommen ist.
Gleichzeitig benennen wir klar, was unser Profil ausmacht. Selbsthilfegeprägte Zentren verbinden Selbstorganisation, Praxisexpertise und Empowerment mit einem klaren Einsatz für Gleichstellung. Und wir sagen deutlich, warum das politisch relevant ist. Sorgearbeit wird noch immer vorwiegend von Frauen geleistet. Mütterzentren stärken Mütter und andere sorgende Personen und machen Sorgearbeit sichtbar, würdig und teilbar.
Hier könnt ihr das Papier lesen und direkt herunterladen.
Seit dem 13. Januar 2026 läuft Mother’s Baby von Johanna Moder bundesweit im Kino.
Wir unterstützen den Film, weil er Themen berührt, die viele Mütter kennen, die aber gesellschaftlich noch zu oft tabuisiert werden. Der Film erzählt von einer Mutter, die nach der Geburt eine Distanz zu ihrem Baby spürt und beginnt, an allem zu zweifeln.
Mütterzentren setzen genau dort an, wo viele allein bleiben. Wir schaffen Räume, in denen Sorgen ausgesprochen werden dürfen und in denen Gemeinschaft entlastet. Mother’s Baby kann ein Anlass sein, über Erwartungen an Mutterschaft, psychische Belastungen und Selbstbestimmung ins Gespräch zu kommen.
Wenn euer Kino den Film noch nicht zeigt, fragt gerne direkt vor Ort nach. Der Verleih stellt zudem gern Material bereit. Kontakt: jip film & verleih, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Das Speed Dating Ü60 im ZenJA Langen bietet Menschen ab 60 Jahren die Möglichkeit, sich in angenehmer und ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen. In einem gemütlichen Café-Rahmen stehen persönliche Gespräche, neue Begegnungen und gemeinsames Lachen im Mittelpunkt.
Conny Mahler, die Gastgeberin, hat sich bei dem Konzept am klassischen Speed-Dating-Format orientiert: In kurzen Gesprächsrunden kommen Damen und Herren miteinander ins Gespräch. Im Anschluss gibt es Gelegenheit für freien Austausch. Wer Interesse an weiterem Kontakt hat, kann dies diskret und anonym über kleine Kennenlernzettel mitteilen. Die Weitergabe der Botschaften erfolgt vertraulich und respektvoll.
Das Format zeigt, wie Mütterzentren Gemeinschaft ermöglichen, auch über klassische Familienangebote hinaus. Es schafft einen offenen, niedrigschwelligen Raum gegen Einsamkeit, stärkt Teilhabe im Alltag und bringt Menschen zusammen.
Für mehr Informationen kontaktiert gerne direkt das ZenJA Langen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Ende Oktober 2025 haben wir Gabriele Friedrich im SOS-Kinderdorf Sachsen / Mehrgenerationenhaus Zwickau in den Ruhestand verabschiedet. Es war ein wunderschöner Tag. Persönlich, würdig und voller Verbundenheit. Und er hat noch einmal sichtbar gemacht, wie viel Kraft in Mütterzentren steckt, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft über Jahre mittragen.
Gabi hat über viele Jahre nicht nur ihr Haus geprägt, sondern auch den Bundesverband, im Vorstand und im Steuerungskreis. Sie hat Netzwerke geknüpft, Perspektiven zusammengeführt und dafür gesorgt, dass Mütterzentren in den östlichen Bundesländern im Verband sichtbar und gut vertreten sind. Diese Kontinuität macht einen Unterschied, für Häuser vor Ort und für unsere gemeinsame Stimme als Bewegung.
In der Rede einer Wegbegleiterin klang das besonders stark an: „Warum ist bei allen Reden zur deutschen Einheit in den letzten Jahren eigentlich niemand auf die Idee gekommen, Mütterzentren als das gesamtdeutsche Erfolgsmodell zu beschreiben?“
Mütterzentren und alle offenen Häuser, die aus der Bewegung entstanden sind, u.a. Mehrgenerationenhäuser und Familienzentren, stärken Frauen, Kinder und Familien und schaffen gesellschaftlichen Zusammenhalt im Alltag. Genau das brauchen Nachbarschaften, wenn Lebensmodelle vielfältiger werden und Menschen leichter vereinzeln.
Wir sagen: „Danke, Gabi.“ Für deine Klarheit, deine Empathie und deine Ausdauer. Und wir freuen uns, dass Norma Reinsdorf die Arbeit im SOS-Kinderdorf Sachsen / Mehrgenerationenhaus Zwickau gemeinsam mit dem Team weiterführt.
Unser Jubiläum in Stuttgart war ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Mütterzentren. Mehr als 130 Teilnehmende kamen zusammen und wurden gleich zu Beginn durch Grußworte aus Politik und EU gewürdigt. Ursula von der Leyen erinnerte in ihrer Videobotschaft an die Strahlkraft der Mütterzentren und sagte, sie verbinden „Alltagspragmatismus und Vision“. Bundesfamilienministerin Karin Prien betonte, dass Mütterzentren öffentliche Wohnzimmer sind und eine unverzichtbare Rolle für Familien und Gleichstellung spielen. Landtagspräsidentin Muhterem Aras würdigte die Bewegung mit den Worten, Mütterzentren seien in ihrer Zugewandtheit ein wunderbarer Beitrag zur Demokratie und ein echter Gewinn für jedes Quartier.
In der Kelter Wangen zeigte sich, wie lebendig und zukunftsorientiert die Mütterzentrumsbewegung ist. Auf dem Podium diskutierten Vertreterinnen aus Wissenschaft und Politik gemeinsam mit Frauen aus den Häusern über soziale Nachhaltigkeit, Teilhabe und die politische Bedeutung offener Begegnungsorte. Gründerinnen erinnerten an die Wurzeln der Bewegung. Die Praktissima-Preisträgerinnen zeigten, wie innovativ Mütterzentren heute arbeiten und wie Zukunft praktisch gestaltet wird.
Das Jubiläum war ein Ort voller Begegnungen, Impulse und gemeinsamer Energie. Es machte sichtbar, wie viel Mütterzentren bewegen und wie wichtig sie für Familien, Nachbarschaften und unsere Gesellschaft sind. Die Grußworte von Karin Prien und Ursula von der Leyen könnt ihr euch noch einmal anschauen. Beide unterstreichen, wie unverzichtbar die Arbeit der Mütterzentren heute ist.
In diesem Jahr erzählen wir im Advent die Geschichten von 24 Frauen aus Mütterzentren in ganz Deutschland. Viele von ihnen stehen mitten im Alltag unserer Häuser. Einige blicken auf die Anfänge zurück und zeigen, wie alles begonnen hat. Gemeinsam machen sie sichtbar, was Mütterzentren stark macht: Mut, Care-Arbeit, Neuanfang, Engagement und Verantwortung.
Mit jedem Beitrag wird deutlich, wie lebendig und vielfältig unsere Bewegung ist. Die Geschichten zeigen, wie Frauen Teilhabe ermöglichen, Familien begleiten, Demokratie im offenen Treff leben und Räume schaffen, in denen Menschen sich sicher fühlen und mitgestalten können. Der Adventskalender verbindet persönliche Einblicke mit gesellschaftlicher Bedeutung und zeigt, warum offene Häuser unverzichtbar sind.
Wir laden euch ein, den Kalender mitzuerleben. Täglich auf Instagram und Facebook und gesammelt auf unserer Website. Teilt die Beiträge und zeigt mit uns, wie viel Kraft in den Mütterzentren steckt.
Unser Jahresplaner 2026 ist da und begleitet uns durch das kommende Kalenderjahr. Er steht unter dem Motto „Alltag leben. Zukunft gestalten. Gesellschaft stärken“.
Im Planer findet ihr alle wichtigen Termine und Veranstaltungen des Bundesverbands, farblich markiert und gut sichtbar. So habt ihr das Verbandsjahr im Blick und könnt eure eigenen Aktivitäten vor Ort gut anschließen.
Damit wir Ressourcen schonen, verschicken wir den Planer nur auf Anfrage. Schreibt uns einfach an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und sagt uns, wie viele Exemplare ihr benötigt und wohin sie geschickt werden sollen. Wer weniger Platz im Büro hat, kann den Planer auch herunterladen und ausdrucken.
Das Repair Café des Familienzentrums Tausendfüßler e. V. in Obertshausen hat den Umweltpreis 2025 von Bündnis 90/Die Grünen Stadt und Kreis Offenbach erhalten. Die Auszeichnung zeigt, wie stark Mütterzentren zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen. Unser Jahresthema „Mütterzentren nachhaltig gut“ hat es über die letzten zwei Jahre sichtbar gemacht. Das Repair Café beweist es im Alltag. Nachhaltigkeit beginnt vor Ort und entsteht durch gemeinsames Handeln.
Mehr als 30 Ehrenamtliche reparieren hier defekte Alltagsgegenstände. Besucherinnen und Besucher bringen sich ein und erleben, dass Reparieren, Teilen und Wiederverwenden möglich sind. Gleichzeitig wächst Gemeinschaft. Menschen unterstützen einander und erleben Selbstwirksamkeit.
Das Projekt verbindet praktische Umweltarbeit mit sozialer Teilhabe. Kleidertausch und offenes Wohnzimmer ergänzen das Angebot. In vielen Mütterzentren wird Nachhaltigkeit bereits genauso gelebt. Wir gratulieren dem Team herzlich. Der Preis zeigt, welche Wirkung Mütterzentren für eine nachhaltige Gesellschaft entfalten.