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Ausgangslage:

Die Corona-Krise hat Mütter in die 80er Jahre gebeamt. Wofür wir jahrzehntelang gekämpft haben, nämlich dass Erziehung und Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden, ist plötzlich außer Kraft gesetzt. Familien sind wieder auf sich alleine gestellt. Das heißt: Babys versorgen, Kinder fördern, Alte betreuen, kochen, putzen, waschen, in der Nachbarschaft helfen, sich engagieren und dennoch weiter Geld verdienen, um über die Runden zu kommen. Dass sich Familien bei der Aufteilung dieser Aufgaben pragmatisch verhalten, verdient keinen Vorwurf, sondern zeigt ein noch immer nicht gelöstes Grundproblem: Es fehlen die Männer* in der Care-Arbeit. In Kitas, Schulen, in der Pflege … und in der Familie. Aber: nur gemeinsam können wir unsere Aufgaben als Mütter und Väter und Partner*innen stemmen. Mütterzentren fordern: Frauenförderung in der Wirtschaft, Männerförderung in der Familie.

Was brauchen wir?

Wenn Kinder und Pflegebedürftige zu versorgen sind, brauchen Familien mehr Zeit füreinander. Und eine Erwerbsstruktur, die es Männern ermöglicht, ihre Arbeitszeit zu reduzieren und Frauen, die häufig Teilzeit arbeiten, ihre Arbeitszeit aufzustocken. So können beide ihre mütterlichen Kompetenzen da einbringen, wo sie gebraucht und geschätzt werden und erwerbstätig sein. Das verstehen wir unter Geschlechtergerechtigkeit.

In Mütterzentren leben wir moderne Mütterlichkeit vor. Wir ermutigen Frauen* und Männer*, traditionelle Rollenbilder zu überdenken und so zu leben, wie sie es für richtig halten. Denn in jedem, in jeder, stecken mütterliche Kompetenzen, die unsere Gesellschaft dringend braucht – in der Familie, in der Wirtschaft und in der Politik. Keine einfache Sache. Es braucht Übung, ein breites gesellschaftliches Umdenken und solidarisches Handeln. Rolle vorwärts statt Rolle rückwärts!

Was können wir tun?

Fangen wir an. Lasst uns gemeinsam das traditionelle Bild der Mütterlichkeit entstauben! Und ein modernes Selbstverständnis von mütterlichem Leben – frei von Geschlechterzuordnung - schaffen.

Was fordern wir?

  • Einführung des Erwerb-und-Sorge-Modells
  • Paritätische Elternzeit für Frauen und Männer als Verpflichtung
  • Recht auf Ganztagsbetreuung für die Kinder Alleinerziehender
  • Förderung von Mütterzentren als Orte, in denen Gleichstellung gelebt wird
  • Männerförderung im sozialen Bereich
  • Errichtung eines Gleichstellungsinstituts

Logo Kampagne Mütterlichkeit hat kein Geschlecht