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Bundesverband der Mütterzentren e.V.

Ausblick: Der Herbst beim Bundesverband der Mütterzentren

1 Ausblick Herbst 48x36.1

In den nächsten Monaten stehen einige wichtige Termine an. Damit ihr gut planen könnt, haben wir hier alle Informationen für euch zusammengestellt. Selbstverständlich bekommt ihr zu den einzelnen Events zusätzlich vorab eine E-Mail.

Dienstag, 8. September 2026: Digitale Plauderecke
9-10 Uhr oder 12-13 Uhr, Online bei Teams

Samstag, 10. Oktober 2026: Internationaler Tag der Mütterzentren
Lasst uns auf Social Media gemeinsam sichtbar werden!

Freitag, 6. November, und Samstag, 7. November 2026: Dialogtisch moderieren (Schulung)
im Mütterzentrum Osterholz-Tenever in Bremen, mit Ute Latzel

Freitag, 20. November, und Samstag, 21. November 2026: Fachtag
im Mütterzentrum Beckum, Thema: „Offene Familienarbeit im Wandel: Zukunft gestalten, Krisen meistern“

Montag, 7. Dezember, bis Freitag, 11. Dezember 2026: Online-Themenwoche
zum Thema „Gut aufgestellt: Finanzierung, Wirkung und Zukunftsfähigkeit in Mütterzentren“, Online bei Teams

 

Hilfe sichtbar machen – auch bei euch im Haus

2 Hilfe sichtbar machen V2 48x36.1

Nicht jede Unterstützung kann und muss ein Mütterzentrum selbst leisten. Aber ein offenes Ohr und der Hinweis auf die richtige Anlaufstelle können ein wichtiger erster Schritt sein.

Genau deshalb stellen wir in unserer Instagram-Reihe „Hilfe sichtbar machen“ jede Woche Beratungs- und Hilfsangebote vor. Viele davon bieten auch Materialien, die ihr unkompliziert in euren Mütterzentren sichtbar machen könnt. Deshalb haben wir euch einige Plakate und Infomaterialien zum Ausdrucken oder Bestellen zusammengestellt.

Vielleicht finden einige der Plakate auch bei euch einen sichtbaren Platz.

Plakate der Nummer gegen Kummer: https://www.nummergegenkummer.de/aktuelles/materialien/

Plakat Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, auch mehrsprachig: https://www.hilfetelefon.de/materialien/materialien-bestellen/

Plakat Schreiben statt Schweigen: https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/291254/03a6ddef9360c69916c9955df69d69a8/hilfen-im-netz-plakat-data.pdf
Weitere Informationen: https://www.hilfenimnetz.de/

 

Was Mütter und Familien brauchen

3 Was Familien brauchen 48x36.1Politische Entscheidungen zeigen ihre Wirkung im Alltag von Familien. In Mütterzentren erleben wir, wo Rahmenbedingungen tragen und wo sie zusätzlichen Druck erzeugen.

Genau deshalb schauen wir hin, wenn politische Debatten Mütter und Sorgeverantwortliche betreffen. Im Folgenden zeigen wir drei aktuelle Themen, die uns aus Sicht der Mütterzentren besonders wichtig sind.

Familien brauchen Verlässlichkeit

Beim Elterngeld soll die maximale Bezugsdauer von 14 auf zwölf Monate verkürzt werden, gleichzeitig sind mehr festgelegte Partnermonate vorgesehen. Beim Unterhaltsvorschuss steht im Raum, die Leistung künftig nur noch bis zum 16. statt bis zum 18. Geburtstag zu zahlen. Noch sind diese Änderungen nicht beschlossen.

Beide Debatten haben wir aus Sicht der Mütterzentren aufgegriffen. Denn für uns ist klar: Familienpolitische Leistungen sollen Familien entlasten und Sicherheit geben. Mutterschaft darf nicht zum finanziellen Risiko werden. Wer für die Betreuung eines Kindes Erwerbsarbeit reduziert, darf dadurch nicht dauerhaft schlechter abgesichert sein.

Gleicher Lohn ist eine Frage von Gleichstellung

Als Erstunterzeichnerin unterstützen wir die Petition zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie.

Denn Sorgearbeit, Erwerbsarbeit und wirtschaftliche Eigenständigkeit hängen eng zusammen. Wer Verantwortung für Kinder oder Angehörige übernimmt, darf daraus nicht zusätzlich langfristige finanzielle Nachteile tragen. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit gehört deshalb für uns zu den Rahmenbedingungen echter Gleichstellung.

Wer die Petition ebenfalls unterstützen möchte, findet sie hier: https://weact.campact.de/petitions/gleicher-lohn-fur-gleiche-arbeit-jetzt

Stillen muss auch im öffentlichen Raum selbstverständlich sein

Die Aktion #ichstillwoichwill unterstützen wir weiterhin. Sie macht sich dafür stark, dass Mütter ihr Kind dort stillen können, wo es Hunger hat, Nähe oder Beruhigung braucht. Auch im öffentlichen Raum und ohne Rechtfertigungsdruck.

Das berührt einen Grundgedanken der Mütterzentren unmittelbar. Sie sind aus dem Wunsch entstanden, dass Mütter mit ihren Kindern selbstverständlich am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Mütterzentren leben das bis heute: Kinder gehören dazu. Sorgearbeit darf sichtbar sein. Und gesellschaftliche Teilhabe muss auch mit Sorgeverantwortung möglich sein.

Was in euren Mütterzentren täglich sichtbar wird, ist auch politisch relevant. Denn hier zeigt sich ganz konkret, wo Familien Unterstützung brauchen, wo Rahmenbedingungen nicht tragen und was Teilhabe möglich macht. Genau dieses Praxiswissen ist eine Stärke der Mütterzentrumsbewegung.

 

Geschichte der Mütterzentren – Gemeinschaftsprojekt mit dem Mütterforum Baden-Württemberg

4 Geschichte der Mütterzentren V3 48x36.1Seit den 1980er-Jahren schaffen Mütterzentren und offene Häuser Orte der Begegnung, Solidarität und Selbsthilfe. Viele Menschen haben diese Bewegung geprägt und über Jahrzehnte mitgestaltet. Diese Geschichte möchten wir bewahren und sichtbar machen.

Gemeinsam mit dem Mütterforum Baden-Württemberg sammeln wir Erfolgsgeschichten, Kampagnen und Meilensteine der Mütterzentrumsbewegung. Die Materialien werden zeitlich eingeordnet und zu einem lebendigen Zeitstrahl der gemeinsamen Geschichte zusammengeführt.

Dazu brauchen wir euch: Wenn ihr Materialien zur Geschichte eures Hauses oder der Mütterzentrumsbewegung allgemein habt, teilt sie gerne mit uns! Ihr müsst nichts sortieren oder aufbereiten. Auch einzelne Fundstücke, Fotos oder spontane Erinnerungen sind wertvoll.

Schickt eure Materialien gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Große Dateien könnt ihr uns nach Absprache selbstverständlich auch auf anderem Weg übermitteln.

Wichtig: Da wir ausgewählte Materialien später veröffentlichen möchten, achtet bitte darauf, dass ihr die entsprechenden Rechte habt oder die Materialien zur Veröffentlichung weitergegeben werden dürfen.

Mit euren Beiträgen wird sichtbar, wie die Mütterzentrumsbewegung entstanden ist, was sie bewegt hat und wie sie sich über die Jahrzehnte entwickelt hat. So entsteht ein gemeinsames Gedächtnis der Bewegung – und zugleich eine Inspiration für kommende Generationen von Engagierten.

Wir freuen uns auf eure Geschichten und Schätze aus den vergangenen Jahrzehnten!

Ein gemeinsames Projekt von
Bundesverband der Mütterzentren e. V.
und
Mütterforum Baden-Württemberg e. V.

 

Politische Kontakte finden: ein Recherche-Tipp

5 Abgeordnetenwatch 48x36.1Demokratie lebt vom Austausch. Denn Interessen können nur vertreten werden, wenn sie immer wieder laut geäußert werden.

In Mütterzentren seht ihr täglich, was Familien bewegt: Anerkennung von Sorgearbeit, Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eure Perspektive ist wertvoll – und muss gehört werden.

Doch nicht jedes Mütterzentrum hat bereits Kontakte zu Abgeordneten aus der eigenen Region. Wenn ihr herausfinden möchtet, wer euren Wahlkreis in Landtag oder Bundestag vertritt, kann die Plattform abgeordnetenwatch.de eine hilfreiche erste Anlaufstelle sein: www.abgeordnetenwatch.de/profile

Dort findet ihr u.a. Informationen zu Ausschussmitgliedschaften, Abstimmungen sowie bereits gestellten Fragen und Antworten. Die Plattform ist dabei nur eine von mehreren Kontaktmöglichkeiten. Natürlich könnt ihr Abgeordnete auch direkt über ihre Büros erreichen. Gerade wenn ihr die Arbeit eures Mütterzentrums vorstellen oder auf Erfahrungen und Bedarfe von Familien vor Ort aufmerksam machen möchtet, ist ein persönlicher Kontakt hilfreich.

Egal wo, probiert es gerne aus: Tretet mit Politikerinnen und Politikern in Kontakt. Stellt eure Fragen. Macht sichtbar, was Familien vor Ort wirklich bewegt. Macht sichtbar, was Mütterzentren und offene Häuser leisten. So wird aus Alltagserfahrung politischer Dialog.

 

Neu im Netzwerk: Allianz gegen Einsamkeit

6 Allianz gegen Einsamkeit 48x36.1Seit August ist der Bundesverband Mitglied der Allianz gegen Einsamkeit.

Wer Einsamkeit wirksam begegnen will, braucht Orte, an denen Gemeinschaft im Alltag entstehen kann. Mütterzentren sind genau solche Orte: niedrigschwellig, verlässlich und nah an den Menschen. Als Teil der sozialen Infrastruktur vor Ort stärken sie Begegnung, Teilhabe und tragfähige soziale Netzwerke.

Die Erfahrungen aus rund 350 Mütterzentren möchten wir in die Allianz einbringen und dazu beitragen, wirksame Ansätze gegen Einsamkeit stärker sichtbar zu machen.

 

Wir leben Leben rgb


Adventskalender zum Nachlesen:
24 Frauen. 24 Geschichten.

Im vergangenen Advent haben Frauenaus verschiedenen Generationen, wie Mütterzentren entstanden sind, wie sie heute wirken und warum sie für die Zukunft unverzichtbar bleiben.

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