Diesen Samstag ist Internationaler Tag der Mütterzentren. Doch was ist überhaupt ein Mütterzentrum? In vielen Köpfen erscheint direkt ein Bild. Ein Raum mit Müttern und Kindern. Beim Spielen. Beim Reden. Ein Raum für Mütter.
Doch wir wissen, dass die Vielfalt unserer Mütterzentren viel mehr beinhaltet als nur einen Raum für Mütter und Kinder. Daher haben wir zum diesjährigen Internationalen Tag der Mütterzentren spannende Fakten zusammengetragen, die manchmal vielleicht überraschen.
Bereits letztes Jahr haben wir gemeinsam mit dem Mütterforum Baden-Württemberg die acht Alleinstellungsmerkmale der Mütterzentren definiert: Willkommenskultur und Gastgeber:innenprinzip, Praxisexpert:innen, Empowerment durch Teilhabe, Selbstorganisation & Beteiligung, Kinder sind selbstverständlich dabei, Mütter und Sorgearbeit im Mittelpunkt, Mütterlichkeit als gemeinsame Fürsorge, Offener Treff.
Diese Werte werden in jedem Mütterzentrum gelebt, unabhängig von der Größe, unabhängig davon, ob es hauptamtlich oder rein ehrenamtlich getragen wird. Dadurch werden Mütterzentren zu Orten für Gemeinschaft und neue Freundschaften. Hier sind alle Generationen willkommen. Für viele Besucher:innen und Mitarbeiter:innen sind sie ein Ankerplatz mitten im Leben, zum Ankommen, Innehalten und Auftanken. Hier werden Entscheidungen gemeinschaftlich aus der Mitte getroffen und Anliegen von Frauen und Familien in die Politik getragen.
Genau diese Werte und die Vielfalt der daraus entstandenen Mütterzentren wollen wir diesen Samstag am Internationalen Tag der Mütterzentren feiern.
Seit diesem Jahr ist unser Praktissima-Preis auch beim Deutschen Engagementpreis registriert. Der Deutsche Engagementpreis verbindet Engagementpreise aus ganz Deutschland. Er macht sichtbar, was Menschen für andere und für unsere Gesellschaft tun. Wir nominieren die erste Praktissima-Preisträgerin des Vorjahres für den Deutschen Engagementpreis. In diesem Jahr haben wir daher das Mütterzentrum Langen, Preisträger der Praktissima 2025, mit ihrem Podcast aus der Zukunft nominiert.
Neben von der Fachjury vergebenen Preisen in verschiedenen Kategorien gibt es auch einen Publikumspreis. Hierzu könnt ihr noch bis zum 29.10. um 17:59 Uhr abstimmen. Dazu braucht ihr nur eine deutsche Mobilfunknummer. So funktioniert die Abstimmung:
https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/nominierte/6741-muetterzentrum-langen-ev
1. Mütterzentrum Langen auswählen
2. Handynummer eingeben
3. Bestätigungscode der SMS eingeben
4. Auf „Jetzt abstimmen“ klicken
Je mehr Stimmen wir für Langen sammeln können, umso mehr Sichtbarkeit erzeugen wir für die Praktissima und für Mütterzentren!
Seit dem 2.8.2026 sind die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des EU AI Acts in Kraft. Danach gelten in bestimmten Fällen Transparenz- und Kennzeichnungspflichten beim Einsatz von KI.
Das kann auch euch als Mütterzentren betreffen, wenn ihr KI zum Erstellen von Texten und Bildern nutzt, die ihr anschließend veröffentlicht, oder einen KI-basierten Chatbot einsetzt. Allerdings führt nicht jeder Einsatz von KI automatisch zu einer Kennzeichnungspflicht. Vielmehr geht es darum, dass Nutzer:innen erkennen können, dass sie mit KI kommunizieren oder ein KI-generiertes Bild sehen. Konkrete Anwendungsfälle sind:
1. Chatbot
Wenn ihr einen KI-gestützten Chatbot verwendet, muss für Nutzer:innen erkennbar sein, dass sie mit einem KI-System interagieren, sofern dies nicht ohnehin offensichtlich ist.
2. Bilder, Videos und Audiodateien
Nicht jedes bearbeitete Bild, Video oder Audio muss direkt gekennzeichnet werden. Verhindert werden soll eine Täuschung der Verbraucher:innen. Wird ein Bild, Video oder Audio also so verändert, dass reale Personen, Orte, Einrichtungen oder Ereignisse zu sehen oder zu hören sind, obwohl diese Szene so nie stattgefunden hat, muss dies gekennzeichnet werden. Eine rein technische oder gestalterische Bearbeitung, wie Kontrastkorrekturen, Anwendung eines Filters oder Zuschneiden einer Datei ist weiterhin ohne Kennzeichnung möglich.
3. Texte
Von der KI erstellte Texte müssen gekennzeichnet werden, wenn sie veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren. Dies gilt allerdings nicht, wenn der durch KI erstellte Text danach einer redaktionellen Prüfung unterlag, d.h. eine Person den Text inhaltlich nochmal auf seine Richtigkeit kontrolliert hat und die redaktionelle Verantwortung übernimmt.
Bitte denkt auch daran, die KI-Kompetenz eurer Mitarbeiter:innen zu fördern. Diese Verpflichtung gilt unabhängig von den neuen Transparenzpflichten bereits seit Februar 2025. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt unter anderem davon ab, welche KI-Systeme ihr einsetzt und wie sie genutzt werden.
Diese Hinweise sollen euch eine erste Orientierung geben. Wenn ihr bei einem konkreten Einsatz unsicher seid, schaut am besten noch einmal in die folgenden Artikel mit weiteren Informationen und prüft den Einzelfall.
Weitere Informationen findet ihr bei so geht digital, dem Deutschen Stiftungszentrum und freiwillig engagiert.
Sorgearbeit und Mental Load bleiben ungleich verteilt. Das zeigen Zahlen des Bündnisses Sorgearbeit vom September 2025: Frauen und Mütter übernehmen einen Großteil der Verantwortung und die damit verbundenen Einbußen bei der Erwerbsarbeit. Für eure Arbeit haben wir euch einige praktische Tools und Hintergrundwissen zusammengestellt. So könnt ihr mit Familien ins Gespräch kommen über Wert, Verteilung und strukturelle Rahmenbedingungen von Sorgearbeit.
In vielen Mütterzentren gehen nicht nur deutschsprachige Familien ein und aus. Viele Kinder lernen gleichzeitig mehrere Sprachen. Gleichzeitig haben sie durch fehlende Informationen oder Angebote weniger Zugang zu Bildung. Die Stiftung Lesen hat daher ein Projekt gestartet, mit dem mehrsprachig aufwachsende Kinder bis zehn Jahre nachhaltig beim spielerischen Deutschlernen unterstützt werden sollen. Hierzu stellt sie, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, mehrsprachige Buchgeschenke, altersgerechte Lese- und Medienboxen sowie ein eLearning-Programm für Fachkräfte zur Verfügung. Bewerben könnt ihr euch bis 30.11.2026!
Weitere Informationen bekommt ihr hier.
Bewerben könnt ihr euch noch bis zum 30.11.2026 hier.
In den nächsten Monaten stehen einige wichtige Termine an. Damit ihr gut planen könnt, haben wir hier alle Informationen für euch zusammengestellt. Selbstverständlich bekommt ihr zu den einzelnen Events zusätzlich vorab eine E-Mail.
Dienstag, 8. September 2026: Digitale Plauderecke
9-10 Uhr oder 12-13 Uhr, Online bei Teams
Samstag, 10. Oktober 2026: Internationaler Tag der Mütterzentren
Lasst uns auf Social Media gemeinsam sichtbar werden!
Freitag, 6. November, und Samstag, 7. November 2026: Dialogtisch moderieren (Schulung)
im Mütterzentrum Osterholz-Tenever in Bremen, mit Ute Latzel
Freitag, 20. November, und Samstag, 21. November 2026: Fachtag
im Mütterzentrum Beckum, Thema: „Offene Familienarbeit im Wandel: Zukunft gestalten, Krisen meistern“
Montag, 7. Dezember, bis Freitag, 11. Dezember 2026: Online-Themenwoche
zum Thema „Gut aufgestellt: Finanzierung, Wirkung und Zukunftsfähigkeit in Mütterzentren“, Online bei Teams
Nicht jede Unterstützung kann und muss ein Mütterzentrum selbst leisten. Aber ein offenes Ohr und der Hinweis auf die richtige Anlaufstelle können ein wichtiger erster Schritt sein.
Genau deshalb stellen wir in unserer Instagram-Reihe „Hilfe sichtbar machen“ jede Woche Beratungs- und Hilfsangebote vor. Viele davon bieten auch Materialien, die ihr unkompliziert in euren Mütterzentren sichtbar machen könnt. Deshalb haben wir euch einige Plakate und Infomaterialien zum Ausdrucken oder Bestellen zusammengestellt.
Vielleicht finden einige der Plakate auch bei euch einen sichtbaren Platz.
Plakate der Nummer gegen Kummer: https://www.nummergegenkummer.de/aktuelles/materialien/
Plakat Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, auch mehrsprachig: https://www.hilfetelefon.de/materialien/materialien-bestellen/
Plakat Schreiben statt Schweigen: https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/291254/03a6ddef9360c69916c9955df69d69a8/hilfen-im-netz-plakat-data.pdf
Weitere Informationen: https://www.hilfenimnetz.de/
Politische Entscheidungen zeigen ihre Wirkung im Alltag von Familien. In Mütterzentren erleben wir, wo Rahmenbedingungen tragen und wo sie zusätzlichen Druck erzeugen.
Genau deshalb schauen wir hin, wenn politische Debatten Mütter und Sorgeverantwortliche betreffen. Im Folgenden zeigen wir drei aktuelle Themen, die uns aus Sicht der Mütterzentren besonders wichtig sind.
Familien brauchen Verlässlichkeit
Beim Elterngeld soll die maximale Bezugsdauer von 14 auf zwölf Monate verkürzt werden, gleichzeitig sind mehr festgelegte Partnermonate vorgesehen. Beim Unterhaltsvorschuss steht im Raum, die Leistung künftig nur noch bis zum 16. statt bis zum 18. Geburtstag zu zahlen. Noch sind diese Änderungen nicht beschlossen.
Beide Debatten haben wir aus Sicht der Mütterzentren aufgegriffen. Denn für uns ist klar: Familienpolitische Leistungen sollen Familien entlasten und Sicherheit geben. Mutterschaft darf nicht zum finanziellen Risiko werden. Wer für die Betreuung eines Kindes Erwerbsarbeit reduziert, darf dadurch nicht dauerhaft schlechter abgesichert sein.
Gleicher Lohn ist eine Frage von Gleichstellung
Als Erstunterzeichnerin unterstützen wir die Petition zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie.
Denn Sorgearbeit, Erwerbsarbeit und wirtschaftliche Eigenständigkeit hängen eng zusammen. Wer Verantwortung für Kinder oder Angehörige übernimmt, darf daraus nicht zusätzlich langfristige finanzielle Nachteile tragen. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit gehört deshalb für uns zu den Rahmenbedingungen echter Gleichstellung.
Wer die Petition ebenfalls unterstützen möchte, findet sie hier: https://weact.campact.de/petitions/gleicher-lohn-fur-gleiche-arbeit-jetzt
Stillen muss auch im öffentlichen Raum selbstverständlich sein
Die Aktion #ichstillwoichwill unterstützen wir weiterhin. Sie macht sich dafür stark, dass Mütter ihr Kind dort stillen können, wo es Hunger hat, Nähe oder Beruhigung braucht. Auch im öffentlichen Raum und ohne Rechtfertigungsdruck.
Das berührt einen Grundgedanken der Mütterzentren unmittelbar. Sie sind aus dem Wunsch entstanden, dass Mütter mit ihren Kindern selbstverständlich am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Mütterzentren leben das bis heute: Kinder gehören dazu. Sorgearbeit darf sichtbar sein. Und gesellschaftliche Teilhabe muss auch mit Sorgeverantwortung möglich sein.
Was in euren Mütterzentren täglich sichtbar wird, ist auch politisch relevant. Denn hier zeigt sich ganz konkret, wo Familien Unterstützung brauchen, wo Rahmenbedingungen nicht tragen und was Teilhabe möglich macht. Genau dieses Praxiswissen ist eine Stärke der Mütterzentrumsbewegung.
Seit den 1980er-Jahren schaffen Mütterzentren und offene Häuser Orte der Begegnung, Solidarität und Selbsthilfe. Viele Menschen haben diese Bewegung geprägt und über Jahrzehnte mitgestaltet. Diese Geschichte möchten wir bewahren und sichtbar machen.
Gemeinsam mit dem Mütterforum Baden-Württemberg sammeln wir Erfolgsgeschichten, Kampagnen und Meilensteine der Mütterzentrumsbewegung. Die Materialien werden zeitlich eingeordnet und zu einem lebendigen Zeitstrahl der gemeinsamen Geschichte zusammengeführt.
Dazu brauchen wir euch: Wenn ihr Materialien zur Geschichte eures Hauses oder der Mütterzentrumsbewegung allgemein habt, teilt sie gerne mit uns! Ihr müsst nichts sortieren oder aufbereiten. Auch einzelne Fundstücke, Fotos oder spontane Erinnerungen sind wertvoll.
Schickt eure Materialien gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Große Dateien könnt ihr uns nach Absprache selbstverständlich auch auf anderem Weg übermitteln.
Wichtig: Da wir ausgewählte Materialien später veröffentlichen möchten, achtet bitte darauf, dass ihr die entsprechenden Rechte habt oder die Materialien zur Veröffentlichung weitergegeben werden dürfen.
Mit euren Beiträgen wird sichtbar, wie die Mütterzentrumsbewegung entstanden ist, was sie bewegt hat und wie sie sich über die Jahrzehnte entwickelt hat. So entsteht ein gemeinsames Gedächtnis der Bewegung – und zugleich eine Inspiration für kommende Generationen von Engagierten.
Wir freuen uns auf eure Geschichten und Schätze aus den vergangenen Jahrzehnten!
Ein gemeinsames Projekt von
Bundesverband der Mütterzentren e. V.
und
Mütterforum Baden-Württemberg e. V.
Demokratie lebt vom Austausch. Denn Interessen können nur vertreten werden, wenn sie immer wieder laut geäußert werden.
In Mütterzentren seht ihr täglich, was Familien bewegt: Anerkennung von Sorgearbeit, Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eure Perspektive ist wertvoll – und muss gehört werden.
Doch nicht jedes Mütterzentrum hat bereits Kontakte zu Abgeordneten aus der eigenen Region. Wenn ihr herausfinden möchtet, wer euren Wahlkreis in Landtag oder Bundestag vertritt, kann die Plattform abgeordnetenwatch.de eine hilfreiche erste Anlaufstelle sein: www.abgeordnetenwatch.de/profile
Dort findet ihr u.a. Informationen zu Ausschussmitgliedschaften, Abstimmungen sowie bereits gestellten Fragen und Antworten. Die Plattform ist dabei nur eine von mehreren Kontaktmöglichkeiten. Natürlich könnt ihr Abgeordnete auch direkt über ihre Büros erreichen. Gerade wenn ihr die Arbeit eures Mütterzentrums vorstellen oder auf Erfahrungen und Bedarfe von Familien vor Ort aufmerksam machen möchtet, ist ein persönlicher Kontakt hilfreich.
Egal wo, probiert es gerne aus: Tretet mit Politikerinnen und Politikern in Kontakt. Stellt eure Fragen. Macht sichtbar, was Familien vor Ort wirklich bewegt. Macht sichtbar, was Mütterzentren und offene Häuser leisten. So wird aus Alltagserfahrung politischer Dialog.
Nicht jede Familie hat Großeltern vor Ort. Manchmal leben sie weit weg. Manchmal sind sie früh verstorben. Manchmal gibt es keinen Kontakt. Was dann fehlt, ist oft mehr als praktische Unterstützung. Es fehlt ein Mensch mit Zeit, Lebenserfahrung und einem offenen Ohr.
Genau hier setzt die Wunschgroßelternvermittlung im Mütterzentrum Braunschweig an. Seit 2006 bringt das Mütterzentrum Familien mit älteren Menschen zusammen, die Freude am Kontakt mit Kindern haben und sich eine sinnvolle Aufgabe wünschen. In diesem Jahr feiert das Projekt sein 20-jähriges Bestehen.
Die Anfragen zeigen, wie groß der Bedarf ist. Da ist die alleinerziehende Mutter, die Arbeit und drei kleine Kinder vereinbaren muss und sich jemanden wünscht, dem sie auch einmal ihr Herz ausschütten kann. Da ist der Vater, der nach dem Tod seiner Frau eine vertraute weibliche Bezugsperson für seine Kinder sucht. Und da sind ältere Menschen, deren eigene Familie weiter weg lebt und die sich wünschen, wieder Teil eines lebendigen Familienalltags zu sein.
Das Mütterzentrum Braunschweig bringt diese Menschen nicht einfach nur zusammen. Es begleitet die ersten Schritte sorgfältig, nimmt Familien und Wunschgroßeltern auf, führt Gespräche, bereitet passende Begegnungen vor und bleibt auch nach einer Vermittlung ansprechbar.
Wie viel dabei entstehen kann, zeigt eine Szene aus einem Kennenlerngespräch. Ein Schulkind trifft zum ersten Mal einen möglichen Wunschgroßvater. Das Kind hat lange auf eine Vermittlung gewartet. Am Ende verabschiedet es sich mit den Worten: „Ich bin mir sicher, dass Sie genau der richtige Großvater für mich sind.“
Solche Momente zeigen, worum es im Kern geht: Einsamkeit betrifft nicht nur eine Altersgruppe. Familien können sich einsam fühlen, wenn Unterstützung fehlt. Ältere Menschen können sich einsam fühlen, wenn der Alltag still wird. Kinder können etwas vermissen, wenn vertraute ältere Bezugspersonen fehlen.
In Braunschweig sind in den vergangenen zwanzig Jahren rund 400 Vermittlungen entstanden. Viele Wunschgroßeltern treffen „ihre“ Familien regelmäßig, begleiten Kinder über Jahre, hören zu, spielen, gehen nach draußen oder sind einfach da.
Das ist keine klassische Dienstleistung, es ist gelebte Familienselbsthilfe. Hier wird deutlich, wie Mütterzentren gegen Einsamkeit wirken: nicht mit schnellen Lösungen, sondern mit Beziehungen, die wachsen dürfen.
Gerade deshalb sind Projekte wie die Wunschgroßelternvermittlung so wertvoll. Sie machen sichtbar, was Mütterzentren seit Jahrzehnten stark macht: offene Türen, gelebte Gemeinschaft und die Überzeugung, dass Sorgearbeit nicht allein in der Familie bleiben darf, sondern eine gemeinsame Aufgabe ist.
Danke an Nina Schenk und Melanie Moronga vom Mütterzentrum Braunschweig für die Einblicke in die Wunschgroßelternvermittlung.