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Kooperationsvereinbarung zw. Bundesverband der Mütterzentren und Flechtwerk 2+1

Der Bundesverband der Mütterzentren und Flechtwerk 2+1 geben getrennten Eltern und ihren Kindern mehr Spielraum

„Mehr als einmal habe ich mich aus Erschöpfung mit meiner Tochter einfach auf den Bürgersteig gehockt und unsere Malsachen ausgepackt. Alles andere hatten wir auf der Suche nach ein bisschen Ruhe und Zweisamkeit schon vergeblich ausprobiert“! Vater aus Dortmund mit Tochter in Berlin

Damit getrennte Eltern und ihre Kinder Nähe und Vertrautheit in einer geschützten Atmosphäre genießen können und „Kinder mit zwei Elternhäusern“ eine sichere Bindung für ihr späteres Leben mitnehmen (der wertende Begriff „Trennungskinder“ wird hier bewusst vermieden), haben der Bundesverband der Mütterzentren und die Flechtwerk 2+1 gGmbH per Kooperationsvertrag am 16. Juni beschlossen, das Angebot „Kinderzimmer auf Zeit“ gemeinsam in Deutschland zu verbreiten.

In den familienfreundlichen Räumen der Mütterzentren und Mehrgenerationenhäuser können getrennt lebende Väter und Mütter, die von weither anreisen, in Ruhe Zeit mit ihrem Kind verbringen, spielen und reden.

Die eigenen Eltern regelmäßig und in einer würdevollen familiären Umgebung zu treffen, darf kein Luxus sein. Darum vermittelt Flechtwerk 2+1 im Rahmen seines Besuchsprogramms „Mein Papa kommt“ bereits seit 2011 „Kinderzimmer auf Zeit“ bei Partnereinrichtungen. Sie bieten Eltern und Kind –oft zum ersten Mal- eine konsumfreie, entspannte Begegnung.

Durch die Kooperation können getrennt lebende und alleinerziehende Eltern und deren Kinder auch das offene Angebot der Mütterzentren stärker nutzen.

„Vor dreißig Jahren waren es Frauen und Kinder, die aus ihrer häuslichen Isolation heraus in die Öffentlichkeit wollten. Dieses Bedürfnis war die Initialzündung für die ersten Mütterzentren. Jetzt sind es eher die getrennten Väter, denen ein Raum fehlt, an dem sie sich unbeschwert mit ihrem Kind treffen können“, sagt Hildegard Schooß, Gründerin der Mütterzentren. Die Zusammenarbeit mit Flechtwerk 2+1 sei ein gelungenes Beispiel für das Bündeln von Kräften für ein gemeinsames Ziel.

„Am Ort seines Kindes ist der Vater nach der Trennung der Eltern ein Fremder“, so Annette Habert, Mitgründerin der Flechtwerk 2+1 gGmbH und Initiatorin von „Mein Papa kommt“. „Es darf uns nicht egal sein, unter welchen Bedingungen Eltern und Kinder nach der Trennung verbunden bleiben. Die Mütter- und Familienzentren sind wertungsfreie Orte, in denen Väter mit ihren Kindern erleben, dass sie vertrauenswürdig und willkommen sind“.

Rainer Höll von Ashoka Deutschland gratulierte den Kooperationspartnern. Beide Organisationen wurden von Ashoka Fellows gegründet und teilen das Anliegen, Familien zu unterstützen, wenn sie es am nötigsten haben.

Hier geht es zur Anmeldung für das bundesweite Besuchsprogramm bei Flechtwerk 2+1 gGmbh.

 

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